Japanische Sitzgruppe mit Tisch Tatami von Jérôme Gauthier und dazugehörigen Skizzen (linke und rechte Wand) sowie Japanische Farbholzschnitte mit Interieurszenen (19. Jahrhundert, Slg. Kunstmuseen Krefeld) in der Ausstellung „Von der Idee zur Form. Domeau & Pérès: Dialoge zwischen Design und Handwerk“, Kaiser Wilhelm Museum Krefeld
Foto: Volker Döhne


Martin Szekely
Domo, 2005
Sessel: 930 x 760 x 750 mm
Fußbank: 930 x 630 x 400 mm
Metall, Schaumstoff, Leder
Foto: Domeau & Pérès


Küchenfronten und ein Sitzei aus Polyurethan sowie Skizzen von Peter Ghyczy in der Ausstellung „Von der Idee zur Form. Domeau & Pérès: Dialoge zwischen Design und Hand-werk“, Kaiser Wilhelm Museum Krefeld
Foto: Volker Döhne

 

VON DER IDEE ZUR FORM
DOMEAU & PÉRÈS: DIALOGE ZWISCHEN DESIGN UND HANDWERK

KAISER WILHELM MUSEUM
18. MAI – 14. OKTOBER 2018

Der Appell des Werkbunds für eine Zusammenarbeit von Kunst, Handwerk und Industrie, um Exzellenz und Innovation in den angewandten Künsten zu fördern, gehörte zum Gründungsimpuls des Kaiser Wilhelm Museums. Zum ersten Mal seit einem Jahrhundert setzen sich die Kunstmuseen Krefeld erneut mit diesen Fragen auseinander, und öffnen sich dem Design im Bereich der Sammlungs- und Ausstellungspolitik.

Die Kunstmuseen Krefeld zeigen im Rahmen der Ausstellung „Von der Idee zur Form“ erstmals eine Design-Schenkung von rund 60 Objekten renommierter, internationaler Designer im Kaiser Wilhelm Museum, die sie 2017 von den französischen Herstellern Domeau & Pérès erhalten haben. Parallel dazu wird ein Konvolut von Möbeln und Skizzen des Designers Peter Ghyczy gezeigt – ebenfalls eine Schenkung an das Museum.

Die Ausstellung wirft einen Blick auf den produktiven Austausch zwischen den beiden Handwerkern – Bruno Domeau ist Sattler, Philippe Pérès ist Polsterer und „Compagnon du devoir“ (eine hochkarätige Meisterausbildung, die nur die besten Handwerker in Frankreich absolvieren) – und bedeutenden Designern. Den Besuchern wird die Entwicklung der Möbel von der Skizze bis zur finalen Umsetzung anhand ausgewählter Objekte visualisiert. Die Ausstellung wird mit Werken aus der Sammlung akzentuiert und so in ihr verankert. Eine Sektion widmet sich zudem speziell der Zusammenarbeit von Peter Ghyczy mit dem Polyurethan-Unternehmen Elastogran in Lemförde (1968 – 1972). Das Konvolut enthält unter anderem das Gartenei, eine Design-Ikone, die in diesem Jahr ihr 50-jähriges Jubiläum feiert.

Im Jahr 1996 gründen der Polsterer Philippe Pérès (geb. 1970 in Cannes) und der Sattler Bruno Domeau (geb. 1962 in Suresnes) das Unternehmen Domeau & Pérès, um ihr handwerkliches Können und ihre Expertise dem zeitgenössischen Design zu widmen. Anstatt sich dem historischen Möbel zu widmen (z.B. der Bergère Louis XV), führen sie die hochwertige, handwerkliche Tradition der Compagnons ins 21. Jahrhundert weiter, um dort Tradition mit Innovation zu verbinden.

Designer der Ausstellung:
Ronan & Erwan Bouroullec, matali crasset, Éric Chevallier, Odile Decq, Jérôme Gauthier, Éric Jourdan, François Mangeol, Christophe Pillet, Elodie Descoubes und Laurent Nicolas, Martin Szekely, Michael Young, Sophie Taeuber-Arp, Peter Ghyczy.

Ausstellungsarchitektur und Graphikdesign entstehen in Kooperation mit einem Team von Studenten des Fachbereichs Design der Hochschule Niederrhein (Anna-Lena Milde, Lucas Schnurre, Saskia Zillekens).

Zur Ausstellung entsteht ein Katalog (Deutsch/Französisch).

Kuratorin: Katia Baudin, assistiert von Constanze Zawadzky

Mit der freundlichen Unterstützung des Programms Jeunes Commissaires des Bureau des arts plastiques | Institut français Deutschland.

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